Netbook als Ersatz für eine Stereoanlage?

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Jarvis
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Netbook als Ersatz für eine Stereoanlage?

#1 Beitrag von Jarvis » Mi Nov 09, 2011 06:21

Wollte mir eigentlich eine neue kleine Stereoanlage mit folgenden Anforderungen kaufen:

- WLAN+LAN
- USB für externe Speichermedien zum Abspielen von MP3s
- Internetradiofunktion
- CD
- brauchbare Boxen

So ein Gerät würde ca. 300€ kosten.

Jetzt kam mir die Idee ein Netbook für ca. 250 € zu erwerben und daran gute 2.1 Boxen anzuschließen.
Das Netbook würde ich permant an der Steckdose lassen wollen und ggf auch im Standby Betrieb so dass ein Hochfahren entfällt. LAN Buchse ist ebenfalls vorhanden.
Nachteil:
- kein CD (ist aber auch nicht so wichtig)

Vorteile:
- vieles andere ist möglich was Audio betrifft (Winamp, last.fm, simfy.de etc)
- Mobilität (Urlaub)


Was haltet ihr von der Idee?

Und ganz wichtig: Was muss ich beachten hinsichtlich der Ausstattung des Netbooks. Ist der normale Soundchip für die Musikwiedergabe ausreichend?

membrain

Re: Netbook als Ersatz für eine Stereoanlage?

#2 Beitrag von membrain » Mi Nov 09, 2011 08:44

gute idee.
guter tipp von mir, kauf dieses oder ein ähnliches laufwerk


ist ein slotin,brauchste die cd/dvd nur reinschieben. funzt auch mit nur einem USB2, habe das teil selber mal gehabt ode ein ähnliches)
http://forum.gp2x.de/viewtopic.php?f=18 ... amsung+dvd
wenn du das netbook mal brauchst einfach den usb ab, und spätr wieder dran.

ich wollte mir auch noch irgentwann einen CDplayer kaufen, ja sowas macht man heut noch. stereo ton reicht mir auch.
ein netbook dafür zu nutzen war mir garnicht eingefallen. eigtl. genial.

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kuru
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Re: Netbook als Ersatz für eine Stereoanlage?

#3 Beitrag von kuru » Mi Nov 09, 2011 09:28

Solange eh "nur" ein 2.1-System drankommt reicht der Onboard-Soundchip sicherlich. Wäre was anderes, wenn du akustisch empfindlicher Audiophiler wärst, der seine DTS-Anlage per SPDIF dranhängen möchte. Davon abgesehen läßt sich der Sound ja noch über die Software tweaken.

Einen Media-PC zu verwenden finden ich persönlich toll, vor allem für Musik. Da kann man auch mal vom Nebenraum aus über VNC oder RDP die Playlist steuern. Und natürlich auch toll Audiostreams rippen bzw. das Ding nebenher als Downloadmaschine laufen lassen. Schade, dass ich meinen E-350 vor kurzem erst gegrillt habe, als ich ihn gerade erfolgreich auf Bleibatteriebetrieb umgebaut habe. Man sollte halt im laufenden Batrieb nicht den Lüfter am Board anschließen - *brzzt* -.-

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F_Slim
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Re: Netbook als Ersatz für eine Stereoanlage?

#4 Beitrag von F_Slim » Mi Nov 09, 2011 10:00

Je nach dem würde mich glaube ich irgendwann der Lüfter stören, und vor allem die fehlende Fernbedienung. Ich glaube manches wäre mir damit auch einfach zu umständlich im Vergleich zu einer normalen Musik-Anlage.
Ich habe allerdings vor die Pandora (wenn ich sie denn mal bekomme) regelmäßig an meiner Anlage als MP3-Player und vor allem als Internet-Radio zu verwenden. Ich weiß nicht, ob ein Handheld mit den entsprechenden Funktionen nicht sowieso die bessere Wahl gegenüber einem Netbook als Stereo-Anlagen-Ersatz wäre?

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Re: Netbook als Ersatz für eine Stereoanlage?

#5 Beitrag von jhw » Mi Nov 09, 2011 10:18

So lang dir die Soundqualitaet ausreicht: Warum nicht? Bei mir tuts eine Popcorn Hour mit 2.1 Anlage am Fernseher. Prinzipiell also das gleiche.
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Jarvis
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Re: Netbook als Ersatz für eine Stereoanlage?

#6 Beitrag von Jarvis » Mi Nov 09, 2011 11:37

F_Slim hat geschrieben:Je nach dem würde mich glaube ich irgendwann der Lüfter stören, und vor allem die fehlende Fernbedienung. Ich glaube manches wäre mir damit auch einfach zu umständlich im Vergleich zu einer normalen Musik-Anlage.
Ich habe allerdings vor die Pandora (wenn ich sie denn mal bekomme) regelmäßig an meiner Anlage als MP3-Player und vor allem als Internet-Radio zu verwenden. Ich weiß nicht, ob ein Handheld mit den entsprechenden Funktionen nicht sowieso die bessere Wahl gegenüber einem Netbook als Stereo-Anlagen-Ersatz wäre?
Fehlende Fernbedienung?
Da gibts 3 Möglichkeiten:
- PC Fernbedienung über USB als Mausersatz und teilw. mit MediaPlayer Funktionen
- Funkmaus
- jede Menge guter Android Apps

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Re: Netbook als Ersatz für eine Stereoanlage?

#7 Beitrag von hede » Mi Nov 09, 2011 11:57

Als Audiophiler könntest du deine Anlage per SPDIF an dein Netbook klemmen (vorausgesetzt du hast eines mit SPDIF erwischt). Da spielt dann die Qualität der Wandler in der Onboard-Karte keine Rolle mehr und so ein PC bietet schon einige hübsche Features für Musiksammlungen (z.B. mit Rhythmbox oder Amarok unter unixoiden Systemem bzw. ATunes oder so unter Windows), die auch die beste Hifi-Anlage nicht hat.

Wenn die Qualität nicht in Bereichen liegen muss, die nur noch von der Esoterik gedeckt wird, kann man auch über eine Anbindung per Bluetooth nachdenken. Entweder gleich per Bluetooth-Lautsprecher (teurer) oder per Bluetooth Receiver (Empfänger) an einer beliebigen Stereo-Anlage. Das bietet nicht nur die Möglichkeit, jedem beliebigen PC das Abspielen zu ermöglichen (notfalls per BT-Dongle, Windows benötigt für A2DP Zusatzsoftware), sondern auch diversen BT-fähigen mp3-Playern oder Handys. Unterstützt die Pandora eigentlich A2DP?? Bluetooth hat se ja und alsa/pulseaudio kann auch prinzipiell A2DP...

Seit meine Frau so Bluetooth-Boxen hat, hat sie im ganzen Haus Musik über ihr Handy... und schleppt die Teile überall mit hin. Sind natürlich als portable Geräte jetzt nicht die Klangmeister, aber da gibts natürlich verschiedenes bzw. per BT-Empfänger ist halt jede beliebige Anlage geeignet.

Besagtes Netbook könnte man so auch von den Knien auf der Couch benutzen. :-)

(Und wenn man ein wenig Acht gibt und einen BT-Receiver mit aac/mp3-Decoder findet, dann ist die Qualität auch bei geringeren Bitraten einigermaßen ok; SBC, welches bei A2DP mindestens immer geht, ist jetzt nicht so das Qualitätswunder, bei den üblichen BT-Boxen bzw. das übliche Gehör aber ausreichend.)

Und wenn man eines mit Infrarot-receiver, z.B. einer IrDA-Schnittstelle, nimmt, dann kann man auch (z.B. unter Linux per lirc, unter Windows gibts da sicher auch was) jede beliebige Fernsteuerung benutzen, um z.B. Liedwechsel etc. darauf zu programmieren. (das Windows Media Center unterstützt afaik von Haus aus nur spezielle Fernsteuerungen)

Manch Netbook unterstützt z.B. auch h.264-Hardware-Dekodierung und eignet sich somit als komplettes MediaCenter. XBMC sei da erwähnenswert, welches auch gleich noch recht schön ist. Wobei es AFAIK keine gute Musikverwaltung hat, und darum gings hier ja. Nich!?

Hm... ok... ich werde langsam etwas Off Topic... eigentlich wollte ich nur mal die Bluetooth-Verbindung in den Raum werfen.
Grüße
der hede

* ...steckt mehr drin, als man denkt : http://der-he.de/ *

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Re: Netbook als Ersatz für eine Stereoanlage?

#8 Beitrag von sim4000 » Do Nov 10, 2011 08:05

Ich habe bei mir Zuhause ein altes 50€ Notebook mit Linux und einem Music Player Daemon laufen. Da ich kein Dolby 100.275 System habe, reicht das mit einer 0815 Soundkarte völlig aus.

Als Fernbedienung dient meine normale Workstation, Netbook, Pandora oder Android Smartphone. Dadurch das es für fast jede Plattform ein Client-Programm gibt ist das sehr praktisch. :-)

Zusätzlich streamt der in meinem internen Netzwerk noch, sodass auch andere Rechner "mithören" können.
Funktioniert echt gut.

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Re: Netbook als Ersatz für eine Stereoanlage?

#9 Beitrag von Asmodeus » Do Nov 10, 2011 08:44

Man könnte auch was auf Basis eines Raspberry Pi basteln.

http://www.raspberrypi.org/

Vorteile wären für mich: geräuschlos, geringer Strombedarf, individuell anpassbar, Kreditkartengröße. Da man einen VNC-Server drauf laufen lassen kann, ist Bedienung aus der Ferne auch kein Problem.

Nachteil: noch nicht verfügbar. Soll noch 2011 erscheinen.
So wurde die Welt ein trostloser Ort, bis Pandora die Büchse erneut öffnete und so die Hoffnung in die Welt ließ.

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Re: Netbook als Ersatz für eine Stereoanlage?

#10 Beitrag von jhw » Do Nov 10, 2011 08:47

Die mpd-Lösung hatte ich bei mir auch mal auf meinem Homeserver implementiert. Ist wirklich ein schönes Stück Software. Mit den ganzen verfügbaren Frontends lassen sich vom Streaming-Server bis über Stereoanlage wirklich so ziemlich alle Szenarien nachstellen.
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Re: Netbook als Ersatz für eine Stereoanlage?

#11 Beitrag von sim4000 » Do Nov 10, 2011 10:26

jhw hat geschrieben:Die mpd-Lösung hatte ich bei mir auch mal auf meinem Homeserver implementiert. Ist wirklich ein schönes Stück Software. Mit den ganzen verfügbaren Frontends lassen sich vom Streaming-Server bis über Stereoanlage wirklich so ziemlich alle Szenarien nachstellen.
Ich werde das wohl am Wochenende mal mit einer Seagate Dockstar Freeagent [1] mit einer USB Soundkarte umbauen, damit das laute Notebook nicht immer laufen muss. Dazu hab noch ein Keypad [2] als Steuerung neben den schon genannten Möglichkeiten. *G*

[1] http://anwendungsentwickler.ws/seagate_ ... entry/311/
[2.1] http://anwendungsentwickler.ws/dockstar ... entry/318/
[2.2] http://anwendungsentwickler.ws/dockstar ... entry/339/

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Re: Netbook als Ersatz für eine Stereoanlage?

#12 Beitrag von wejp » Do Nov 10, 2011 10:38

hede hat geschrieben:Als Audiophiler könntest du deine Anlage per SPDIF an dein Netbook klemmen (vorausgesetzt du hast eines mit SPDIF erwischt). Da spielt dann die Qualität der Wandler in der Onboard-Karte keine Rolle mehr und so ein PC bietet schon einige hübsche Features für Musiksammlungen (z.B. mit Rhythmbox oder Amarok unter unixoiden Systemem bzw. ATunes oder so unter Windows), die auch die beste Hifi-Anlage nicht hat.

Wenn die Qualität nicht in Bereichen liegen muss, die nur noch von der Esoterik gedeckt wird, kann man auch über eine Anbindung per Bluetooth nachdenken. Entweder gleich per Bluetooth-Lautsprecher (teurer) oder per Bluetooth Receiver (Empfänger) an einer beliebigen Stereo-Anlage. Das bietet nicht nur die Möglichkeit, jedem beliebigen PC das Abspielen zu ermöglichen (notfalls per BT-Dongle, Windows benötigt für A2DP Zusatzsoftware), sondern auch diversen BT-fähigen mp3-Playern oder Handys. Unterstützt die Pandora eigentlich A2DP?? Bluetooth hat se ja und alsa/pulseaudio kann auch prinzipiell A2DP...
Ich halte von diesen Esoterik-Voodoo-Leuten ja auch überhaupt nichts, allerdings kann man das hier auch nicht so ganz stehen lassen. Es ist ein riesiger Unterschied, ob Leute armdicke Kabel mit vergoldeten Steckern kaufen, weil die ja angeblich besser klingen - die kaufen mitunter ja sogar sauteure Ethernet- oder SPDIF-Kabel -, oder ob man SPDIF verwendet oder eben kein Bluetooth, weil einem der Klang nicht gut genug ist. Das mit den Kabeln ist natürlich grober Unfug. Der Einsatz von SPDIF oder der Verzicht auf Bluetooth aber eher nicht.
Theoretisch sind so gut wie alle halbwegs modernen Onboard-Audio-Codecs von den technischen Daten bei weitem gut genug, als dass man auch die analogen Ausgänge gut benutzen könnte, allerdings gibt es gar nicht so selten das Problem, dass die Elektronik drum herum, insbesondere auch gerne mal das Netzteil, Störungen einstreut und die kann man mitunter deutlich hören. Ein PC ist für analoge Signale einfach eine denkbar schlechte Umgebung - das hat mit Esoterik nichts zu tun. Ein externer D/A-Wandler mit eigenem Netzteil kann hier durchaus Abhilfe schaffen. Ähnliches gilt für Bluetooth-Audio. Da die Datenrate bei Bluetooth eher gering ist, kommt praktisch immer eine verlustebehaftete Kompression zum Einsatz. Das ist für sich genommen erstmal nicht dramatisch, wenn man einen brauchbaren Codec bei akzeptabler Datenrate einsetzt, jedoch kann man auch hier unter Umständen deutliche Artefakte hören, wenn die abgespielte Musik auch bereits (mit einem möglicherweise sogar anderen) verlustbehaftet komprimierenden Audio-Codec verkleinert wurde (z.B. ein MP3-File über Bluetooth mit AAC-Kompression). Es mag sicher viele Leute geben, die das nicht groß stört und ich würde auch jedem raten die günstigere oder praktikablere Lösung zuerst zu testen, das ist aber ganz klar etwas, das man über einen ABX-Test feststellen kann. Mit Esoterik hat das nicht viel zu tun.

sim4000: Das mit dem Dockstar ist sicher eine ganz gute Sache. Das Teil arbeitet ja auch geräuschlos und hat einen sehr niedrigen Stromverbrauch.
Bild Bild Bild

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